Wer verschickt denn in Zeiten von WhatsApp noch Ansichtskarten? Mit dem Handy draufhalten, einen kurzen Gruß drunter schreiben und ab geht die Post. Das macht keine Mühe. Leider sieht man das den Bildern meistens auch an.

Als Fotograf habe ich den Anspruch, das Besondere einer «Ansicht» einzufangen. Manche Orte muss man häufig aufsuchen, bis alles zusammenpasst: das Licht, die Farben, die Stimmungen und Interaktionen. Am Ende entstehen Bilder, die eben nicht im Vorbeigehen geschossen wurden.

Bonner Ansichtssachen

Die typische Ansichtskarte zeigt berühmte Bauwerke, bekannte Plätze, Sehenswürdigkeiten oder charakteristische Ansichten und soll einen optischen Eindruck vom Aufenthaltsort vermitteln. Das ist obsolet geworden in Zeiten, in denen man jederzeit und überall fast jeden Ort der Welt auf einem Display betrachten kann.

Meine Ansichtskarten bestehen aus zwei Bildern, die sich aufeinander beziehen. Sie können sich ergänzen, sich aneinander reiben oder eine kleine Geschichte erzählen. Sie wollen nicht dokumentieren, Gebäude oder Denkmale vollständig präsentieren, sie sind im Wortsinn «Ansichten», und zeigen daher auch meine eigene Art, die Dinge zu sehen.

Wer sich davon angesprochen fühlt, mag sie für 1,20 Euro bei mir bestellen (Mindestabnahme 10 Stück). Zum Verschicken, mit der Hand beschrieben, oder einfach so zum Hervorholen und Anschauen.